Erfolgreiche Dan-Prüfung in Meerbusch

Am Samstag, 6.12.2025, fand die diesjährige Dan-Prüfung in Meerbusch-Lank statt. Angetreten waren insgesamt sieben Prüflinge, die sich über das gesamte Jahr hinweg intensiv vorbereitet hatten: vier vom TSV Meerbusch, drei vom TuS Rondorf. Auch wenn die Prüfung am Nikolaustag stattfand, wurde den Prüflingen nichts geschenkt.

Am Anfang stehen die Basics
Pünktlich um 13:00 Uhr eröffnete der 1. Vorsitzende des DFJJ NRW e.V., Dr. Heinrich Schorn (8. Dan), die Prüfung. Als weitere Prüfer fungierten Thomas Allenstein (8. Dan), Adam Kraska (7. Dan) und Karl-Heinz Muhs (3. Dan). Sichtlich aufgeregt begannen die Teilnehmenden mit der Fallschule, gefolgt von der Abfrage der Wurftechniken. Hier konnten sie ihre in der Vorbereitung noch einmal verfeinerten Grundtechniken und für ihre jeweils angestrebte Graduierung neu erarbeiteten Würfe demonstrieren, was ihnen mit Fortschreiten der Prüfung sichtlich die Aufregung nahm.
So konnten die Prüfer nach der Abfrage der Würfe wie gewohnt zur Überprüfung der Hebeltechniken übergehen. Im Stand, zum Boden und am Boden zeigten die Prüflinge die Vielzahl an verschiedenen Hebeln, die einem angehenden Dan-Träger im Rahmen des Prüfungsprogramms abverlangt werden, bevor man dann zu den Schlag- und Tritttechniken aus dem Karate überging.

Volle Konzentration
Nachdem die Abfrage der Grundschultechniken erfolgreich beendet war, konnten die Prüflinge zum anstrengenderen Teil der Prüfung übergehen: der Selbstverteidigung. Die Aspiranten mussten sich gegen die unterschiedlichsten Angriffe zur Wehr setzen: Fassen, Würgen, Umklammern, Schlagen und Treten, im Stand und in der Bodenlage, um nur einige zu nennen. Hier ging es teils hoch her und die Prüflinge schenkten sich herzlich wenig, weder im Angriff noch in der Verteidigung.
Nach einer umfassenden Abfrage der Selbstverteidigungstechniken gegen unbewaffnete Angreifer ging es über zur sicherlich herausforderndsten Aufgabe im Bereich der SV: die Verteidigung gegen bewaffnete Angreifer stand an. Wenn es vorher bereits teilweise nicht zimperlich zur Sache ging, so legten einige Dan-Anwärter nun noch „eine Schippe drauf“ und demonstrierten, dass bei der Abwehr eines Waffenangriffs absolute Konzentration und Konsequenz von Nöten ist. Auch hier führten die Prüfer durch das gesamte Arsenal an Waffentechniken, vom Stockschlag, über den Messerangriff bis hin zu Angriffen mit Kette und gar Pistole – wobei bei letzterem lediglich das Bedrohen mit einer solchen demonstriert wurde (das Fangen von Kugeln gehört noch nicht zum Repertoire eines oder einer Jiujitsuka *zwinker*).

Und zum Schluss: die Königsdisziplin
Nachdem alle die Abfrage der Grundschule und der Selbstverteidigung überstanden hatten, folgte zum Abschluss die Königsdisziplin: zuerst präsentierte jeder Prüfling die eigenständig erarbeiteten langen Kombinationen, danach die vorgeschriebenen Katas, namentlich die Jiu-Jitsu-no-Kata Shodan für den 1. Danund für den 2. Dan zusätzlich die Jiu-Jitsu-no-Kata Nidan, welche mit insgesamt drei Personen (ein Verteidider und zwei Angreifer) gelaufen wird.

Ende gut, alles gut
Sichtlich erleichtert waren alle Prüfungsteilnehmer als es dann endlich geschafft war und mit Spannung erwarteten alle die Verkündung der Prüfungsergebnisse. Nach einer kurzen Besprechung der Prüfungskommission gab Dr. Heinrich Schorn bekannt, dass alle Prüflinge bestanden hatten, bevor es dann von den Prüfern noch individuelles Feedback zu den einzelnen Prüfungen und Prüfungsergebnissen gab.
Wir gratulieren ganz herzlich:
Daniela Lersch, Sarah Maguhn, Jan Friese und Fabian Kaisers zum bestandenen 1. Dan sowie
Nadine Ristow, Jean-Luc Stolzmann und Nils van der Poel zum bestandenen 2. Dan.